HLF 10/6 abgeholt bei der Fa. Magirus in Weisweil

Am Mittwochmorgen (29.07.2009) machte sich eine achtköpfige Delegation auf den Weg, um das neue Löschfahrzeug, ein HLF 10/6, abzuholen. Wir fuhren um 5:45 Uhr mit unserem MTF in Richtung Weisweil. Nach einer kurzen Frühstückspause kamen wir gegen 9:05 Uhr bei dem Aufbauhersteller Magirus in Weisweil an. Nach einer kurzen Begrüßung gingen wir dann zur Auslieferungshalle, wo unser neues Fahrzeug bereit stand, und wir konnten unseren Augen nicht trauen. Das ist das neue Fahrzeug:


Nach dem sich die ersten "überwältigenden" Reaktionen gesetzt hatten, konnten wir unsere bereits im Vorfeld (vor 6 Wochen) angelieferte Ausrüstung überprüfen. Danach gab es dann eine umfassende und ausführliche Einweisung in das Fahrzeug, die Bedienung und in die Feuerlöschkreiselpumpe 10/10. Vor der Mittagspause wurden dann noch verschiedene kleinere Änderungswünsche geäusert. Nach dem wir uns dann gut gestärkt hatten, hatten die Monteure auch schon alles realisiert. Zum Schluss erhielt jeder noch eine Einweisungsfahrt, bevor wir wieder unseren Heimweg antreten konnten.

Gegen 18:45 Uhr fuhren wir in Langendernbach ein. Auf dem Hof des Feuerwehrgerätehauses angekommen, wurden wir von einigen Kameraden, auch der umliegenden Ortschaften, begrüßt.


Fahrzeugbeschreibung:

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10/6 dienst zur Brandbekämpfung, zum fördern von Wasser und zum Durchführen von technischer Hilfeleistungen. Das HLF 10/6 wurde im Rahmen einer Landesbeschaffung für das 28 Jahre alte LF 8 beschafft. Es bildet mit seiner Besatzung eine selbständige taktische Einheit. Am 01. August 2009 wurde das neue Löschfahrzeug der Feuerwehr Langendernbach in Dienst gestellt. Das HLF 10/6 ist auf einem Fahrgestell der Fa. Daimler Chrysler aufgebaut. Hierbei handelt es sich um einen DC Ateco 1118 AF mit 11 Tonnen Gesamtgewicht und Singlebereifung. Der 189 PS leistende Motor bringt seine Kraft über ein 6 Gang-Schaltgetriebe auf die Straße. Der Feuerwehrtechnische Aufbau wurde von der Firma Magirus Brandschutztechnik in Weisweil realisiert. Es handelt sich um die neue Baureihe Alu Fire 3. Das HLF 10/6 besitzt eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlösch-Kreiselpumpe FPN 10-1000 nach neuer Norm. Sie hat eine Nennförderleistung von mind. 1.000 Liter Wasser bei 10 bar pro Minute. Zur Beladung gehört auch eine seitlich eingeschobene Tragkraftspritze TS 8/8. Der Löschwassertank fasst 1000 Liter. Die Schnellangriffseinrichtung besteht aus einem genormten C-Druckschlauch und Hohlstrahlrohr. Die feuerwehrtechnische Ausrüstung ist umfassend. Zwei Atemschutzgeräte befinden sich im Mannschaftsraum, alle Strahlrohre sind in Hohlstrahltechnik, ein hydraulisches Rettungsgerät von Lukas mit Schere und Spreizer sowie verschiedener Rettungszylinder befinden sich ebenfalls auf dem Fahrzeug. Durch die umfangreiche Zusatzbeladungen sind erweiterte Technische Hilfeleistungen möglich. Die restliche Beladung ist nach DIN. Dazu gehören auch eine Schaumausrüstung mit Schnellangriffsmöglichkeit, ein 8 Kva Stromerzeuger inkl. Beleuchtungssatz und Kettensäge. Die Einsatzstellenbeleuchtung kann in Zukunft über einen pneumatisch ausfahrbaren Lichtmast vom Fahrzeugdach aus durchgeführt werden.

 


Hier einige techn. Informationen:

- Fahrgestell Mercedes Atego 918 AF (11 t zul. Gesamtmasse/180PS)
- Allradantrieb mit Singlebereifung
- Besatzung 1/8
- Aufbauhersteller Iveco-Magirus (Werk Weisweil)
- Beladung nach DIN
- Löschmittelbehälter für Wasser 1.000 Liter
- Pumpenleistung 1.000 l/Min bei 10 bar
- Hydraulischer Rettungssatz von Lukas
- Vetter Hebekissensatz
- Stromerzeuger 8 kVA
- Tragkraftspritze 8/8
- Beleuchtungssatz mit Lichtmast (pneumatisch)
- Vierteilige Steckleiter
- Elektrotauchpumpe
- 4 Atemschutzgeräte (davon 2 im Mannschaftsraum/entgegen der Fahrtrichtung)
- Motorkettensäge mit Zubehör
- etc.

Hier einige Bilder

Zeitungsbericht der NNP vom 1. August 2009