Die Freiwillige Feuerwehr Langendernbach wurde im März 1897, aufgrund eines damals aktuellen Anlasses hin gegründet. Auf dem Anwesen von Peter Weyer muss ein Brand einen solchen Schaden angerichtet haben, dass der damalige Pfarrer Dr. Luschberger die Gründung einer Feuerwehr anregte. Dieser hatte wohl schon im Hinterkopf, dass die neue Pfarrkirche St. Matthias kurz vor der Einweihung stand, die dann auch im August des selben Jahres erfolgte. Solch ein teures Bauwerk, für das die Langendernbacher viel Geld, Zeit und Mühe geopfert hatten, musste natürlich vor Katastrophen bewahrt bleiben. Und dafür eignet sich wohl nichts besser als eine Feuerwehr. Als Gründungsmitglieder der Langendernbacher Feuerwehr lassen sich folgende Personen aus den damaligen Protokollbüchern ermitteln:
Im letzten Jahrhundert waren die Einsatzbereiche einer Feuerwehr noch nicht so vielseitig wie heute. Deshalb musste man sich mit einer kleinen Ausrüstung aushelfen. Handdruckspritze, Hydrantenwagen und einige Steigleitern waren die ersten Ausrüstungsgegenstände der damaligen Feuerwehrleute. Erst zu Anfang der 30er Jahre wurde eine Motorspritze, die übrigens noch heute funktionstüchtig erhalten ist, ein gebrauchter Mannschaftsbus und eine Ausziehleiter angeschafft.
Als Domizil wurde das 1763 erbaute Fachwerkhaus an der Bahnhofstraße, dem gegenüber heute die Grundschule steht, gewählt. Dieses Haus sollte der Langendernbacher Feuerwehr fast 100 Jahre als "Heimat" dienen. Erst im Mai des Jahres 1996 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus im Hauserweg, an der Mehrzweckhalle, eingeweiht und von der Feuerwehr bezogen.
Leider sind in den Protokollbüchern die Einsätze bis 1968 nicht aufgeführt, so dass sich diese nicht rekonstruieren lassen. Nur eines Einsatzes erinnert man sich, weil er wegen seiner Tragik in die Langendernbacher Chronik eingegangen ist: Zwischen dem 04. und dem 05. Februar 1909 führte der Elbbach Hochwasser. Während des Hilfeleistungseinsatzes der Feuerwehr, ertrank dort der damalige Wehrführer Franz Gresser. Ansonsten kann man nur berichten, dass das erste Bemühen der Feuerwehr der Beschaffung von Dienst- bzw. Einsatzkleidung galt, die offenbar ein Jahr nach Gründung der Wehr noch nicht vollzählig war.
Ungefähr 3 Übungen hielt man pro Jahr ab, später kam noch eine Alarmübung pro Jahr dazu. Wer einer Übung oder einer Versammlung fernblieb, musste im Gegensatz zu heutigen Zeiten mit einer Strafe rechnen. Diese betrug zwischen 25 Pfennig und 5 Mark. Einen tiefen Einschnitt brachte der Erste Weltkrieg; zu ihm lässt sich sagen, dass er die Zahl der Freiwilligen Feuerwehrleute von 28 im Jahre 1914 auf 25 im Jahre 1919 zurückgehen ließ. Ansonsten finden sich keine aussagekräftigen Einträge. Aufzeichnungen während der Zeit des Zweiten Weltkrieges sind nicht erhalten, deshalb gibt es über das Geschehen zwischen 1939 und 1947 keinerlei Informationen. Doch die Langendernbacher Chronik weiß hier wieder etwas beizutragen. Dort werden dreizehn Bomben erwähnt, die 1944 und 1945 auf Langendernbacher Gemarkung fielen, fünf davon ins Dorf selbst, woraufhin eine Scheuer ausbrannte. Wie viele unserer Kameraden im Zweiten Weltkrieg gefallen sind kann man nur erahnen, da als einzige Daten genannt sind, dass die Feuerwehr 1934 38 aktive und 1949 31 aktive Mitglieder hatte.
Die späten 40er Jahre und die beginnenden 50er Jahre verliefen wohl für die Feuerwehrleute relativ ruhig; meist gab es nur einen Einsatz pro Jahr. Mit dem Aufschwung im Wirtschaftswunder müssen auch die Einsatzzahlen gestiegen sein. Davon zeugt die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges im Jahre 1960, dem bekannten "Opel – Blitz", der 1995 ersetzt wurde. Zusätzlich erhielt die Wehr eine neue Tragkraftspritze und 1966 eine Ausrüstung für Schaumangriffe.
1968 übernahm der Wehrführer Franz Jung jun. von seinem Vater die Amtsgeschäfte des Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Langendernbach. Später sollte er "Ortsbrandmeister" heißen und nach der Gebietsreform 1974, als Langendernbach Ortsteil von Dornburg wurde, trug er den Namen "Wehrführer". Doch war seine Amtszeit nicht nur die längste, sondern sie brachte wohl auch die meisten Veränderungen mit sich. Zunächst ist zu vermerken, dass sich die Zahl der Übungen pro Jahr seit 1968 mehr als verdreifacht haben. Aus 3 Übungen pro Jahr wurden 12, zuzüglich der traditionellen Gemeinschaftsübung mit Alarm und der theoretischen Ausbildung in den Wintermonaten. Dies ist ein Anzeichen einer höheren Anforderung an die Feuerwehr Langendernbach, wie auch die Einsatzzahlen beweisen, die zwischen 1967 und 1997 stetig stiegen.
Die steigende Anzahl der Einsätze wird nicht etwa durch vermehrte Brände verursacht, sondern vielmehr durch die gewachsene Anzahl an technischen Hilfeleistungen. Solche ereigneten sich in den letzten Jahren häufiger, vor allem aufgrund der allgemeinen Zunahme des Straßenverkehrs. Die Feuerwehr Langendernbach ist von diesen Unfällen insbesondere durch die Lage des Dorfes an der vielbefahren Bundesstraße 54 betroffen. Hier ereigneten sich in den letzten Jahren immer wieder schwere Unfälle, auch mit Todesfolge, so. z.B. am 17.10.1982, als drei Menschen bei einem Zusammenstoß in Richtung Elbgrund den Tod fanden.
Eine Konsequenz aus diesen tragischen Unfällen ist die Anschaffung eines Hydraulischen Rettungsgerätes im Jahre 1993, welches durch den damaligen Kreisbrandinspektors, des Landkreises Limburg – Weilburg, Herbert Muth befürwortet wurde. 1980 wurde ein neues Löschfahrzeug, LF 8, angeschafft, welches einen Mannschaftsbus ablöste. 1995 wurde dann der bekannte Opel Blitz, ebenfalls ein LF 8, von einem Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, welches von der der Feuerwehr Frickhofen kam, abgelöst.
1996 wurde, nach langen und harten Diskussionen, der Grundstein für ein neues Gerätehaus gelegt. Wehrführer Franz Jung hatte seine ganze Freizeit und sein Engagement in diese Anschaffung gesteckt. Das neue Feuerwehrgerätehaus wurde an die bestehende Mehrzweckhalle angebaut und erhielt eine eigene Ausfahrt zum Hauserweg. Nach knapp einjähriger Bauzeit konnte man 1997 das neue Domizil beziehen.
Das in die Jahre gekommene TLF 16/25 hatte nun einen Stand erreicht, wo es finanziell nicht mehr tragbar war. Und so entschied man sich ein "neues" gebrauchtes Fahrzeug anzuschaffen, da man auf den Vorteil eines solchen Fahrzeuges, zusätzlich, in der Gemeinde Dornburg nicht mehr verzichten wollte. Nach langem Suchen wurde man dann auch fündig. Man kaufte wieder ein TLF 16/25, welches zwar auch schon einige Jahre alt war, aber auch immernoch sehr gut in Schuss. Auf der Gemeinde einigte man sich mit den Formalitäten; den Kauf finanziert der Verein und die Unterhaltung übernimmt die Gemeinde.
In den folgenden Jahren stiegen Anforderung und Aufgabengebiet der Feuerwehr Langendernbach ständig an. Man versuchte immer wieder diesem Gerecht zu werden, auch wenn manches schier unmöglich erschien. Natürlich musste auch die Ausrüstung immerwieder auf dem neusten Stand der Technik gehalten werden. Dies bedeutet natürlich auch einen großen finanziellen Aufwand.
Durch Spenden konnte die Feuerwehr Langendernbach dann im Jahr 2008 einen gebrauchten VW-Bus kaufen, welchen Sie in Eigenleistung zu einem MTF umbauten. Durch die Landesaktion des Landes Hessen, welche Katastrophenschutzfahrzeuge für Kommunen bereitstellt, konnte im Jahr 2009 ein weiteres neues Fahrzeug, ein HLF 10/6 A, in Dienst gestellt werden.
Hier die Wehrführer von 1897 – heute:
| Christian Wirfler | 1897 bis 1901 | |
| Theodor Heep | 1901 bis 1906 | |
| Franz Gresser | 1906 bis 1909 | |
| Matthias Heidrich | 1909 bis 1920 | |
| Johann Heep | 1920 bis 1938 | |
| Josef Diehl | 1938 bis xxxx | |
| Alfons Eisel | 1948 bis 1954 | |
| Franz Jung sen. | 1954 bis 1968 | |
| Franz Jung jun. | 1968 bis 1999 | |
| Alfred Willems | 1999 bis 2009 | |
| Christoph Retagne | 2009 bis |