Weil die Jugendfeuerwehr aus der Freiwilligen Feuerwehr Langendernbach nicht mehr wegzudenken ist, soll auch ihr eine Chronik gewidmet sein:
Zur Sicherung des Nachwuchses der Feuerwehr wurde 1971 die Jugendfeuerwehr gegründet. Für Erich Müller, der 21 Jahre lang die Jugendfeuerwehr als Jugendwart leitete, begann diese Arbeit, nachdem er aus dem Urlaub zurückgekehrt war. Es wurde ihm nämlich mitgeteilt, dass er die Leitung der Jugendwehr übernehmen sollte. Und wie sich später zeigte, hatte der Vorstand und die Aktiven der Feuerwehr eine gute Wahl getroffen. Wenn nämlich die Jugendabteilung hin und wieder eine Art Schattendasein fristete, so ist es doch dem unermüdlichen Engagement des Jugendwartes und der vielen Jugendgruppenleiter zu verdanken, dass sich die Jugendfeuerwehr zu dem entwickelt hat, was sie heute ist: eine sehr gute Vorbereitung der Jugendlichen auf den späteren aktiven Feuerwehrdienst und eine Institution, in der viele Jugendliche neue Freunde finden und einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachgehen.
Erich Müller sorgte mit Unterstützung des ersten Kreisjugendwartes Friedel Jung dafür, dass der Jugendfeuerwehr Übungsbekleidung und Helme angeschafft wurden, und das die Jugendarbeit der Feuerwehr finanziell unterstützt wurde.
Im Protokollbuch der Feuerwehr lassen sich die Namen der ersten Mitglieder der Jugendfeuerwehr nachlesen:
Am Anfang ihres Bestehens hatte die Jugendfeuerwehr keine eigenen Räumlichkeiten zur Verfügung. Die ersten Treffen wurden deshalb gezwungenermaßen im Rahmen von privaten Treffen abgehalten, oder aber im Sommer auf der grünen Wiese, wo die Jugendlichen den Umgang mit dem „komplizierten“ Gerät erlernten.
Es bedeutete in diesem Sinne schon eine Erleichterung, als sich die Jugendwehr 1978 die Räumlichkeiten über der Fahrzeughalle im alten Gerätehaus herrichten durfte. Dies geschah vollständig in Eigenleistung. Die Jugendfeuerwehr schuf sich damit zugleich einen Aufenthalts-, Übungs- und Ausbildungsraum. Später wurde dieser Raum auch von den Aktiven der Wehr genutzt.
Wie sich die Räumlichkeiten geändert haben, so änderten sich auch die Möglichkeiten der Jugendfeuerwehr. Finanzierte man sich anfangs über Mitgliedsbeiträge, durch den Verkauf von Getränken während der Übungsstunden sowie durch das traditionelle Grillen am Ersten Mai, so kann man heute auf die Veranstaltungen von Discos zurückgreife.
In jedem Jahr bereitete Erich Müller, wie auch die späteren Jugendwarte, ein Zeltlager vor. Die Zeltlager fanden in den ersten Jahren meist im Westerwald statt, seit 1977, seit die Freundschaft mit der Feuerwehr Bischheim (Frankreich) besteht, steht Frankreich regelmäßig auf dem Plan der Zeltlager. Auch an dem Jugendzeltlager des Kreises Limburg – Weilburg wird regelmäßig teilgenommen. Dies sind jedoch nicht die einzigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr Langendernbach.
Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung, wird in den Wintermonaten gebastelt oder die theoretischen Grundlagen der Feuerwehr vermittelt. Auch werden Schwimmbadbesuche oder "Kochkurse" für die kleinen veranstaltet. Auch beteiligt sich die Jugendfeuerwehr in jedem Jahr an der Aktion „Saubere Landschaft“ und die ausgedienten Weihnachtsbäume werden im Januar eingesammelt.
Ein Höhepunkt für die damaligen Mitglieder der Jugendfeuerwehr war wohl 1974 der Erwerb der Leistungsspange. Das Bestehen dieser Prüfung bescheinigt den Jugendlichen ihre gute theoretische und praktische Ausbildung und sichert ihnen die Anerkennung der "Großen".
Zugleich verdeutlicht dies aber auch den Erfolg der Institution der Jugendfeuerwehr, der auch heute trotz der vielzitierten "No-future-Generation" zu sehen ist, Engagement ist in der Jugendfeuerwehr immer zu finden.
Hier alle Jugendwarte seit 1971 im Überblick: